|
Burg ScharfensteinBurg Scharfenstein Scharfenstein
Scharfenstein
Burg Scharfenstein
Scharfenstein
Telefon:
Telefax:
Man sagt den Erzgebirglern seit jeher eine besondere, lebenslange Anhänglichkeit an ihre karge, schöne Heimat und deren unverwechselbare Tradition nach. Mit dieser Tradition kommen wir alle Jahre wieder in Berührung, wenn wir in der vorweihnachtlichen Zeit die typischen Figuren aus dem Erzgebirge sehen und vielleicht sogar zu Hause aufstellen. Denken Sie an die Lichterbögen, die Engel, die Bergleute, den Nussknacker ... Ein Sohn des Erzgebirges hat, heute fernab von seiner Heimat lebend, diese Zeugnisse des heimischen Kunsthandwerkes über Jahrzehnte systematisch, mit Liebe und Sachverstand gesammelt. Auf der Burg Scharfenstein, die über 600 Jahre alt ist und in der Renaissance ihre Blütezeit erlebte, hat diese einzigartige Sammlung nun ihre Heimstatt gefunden. An die Entstehungsgeschichte des erzgebirgischen Kunsthandwerks in den spärlich beleuchteten Stuben langer Winterabende soll das Motto dieses in seiner Art in Sachsen einmaligen "Erlebnismuseums" erinnern: "Die Sehnsucht nach dem Licht!" Traditionelle und moderne Volkskunst aus dem Erzgebirge wird hier dem Besucher präsentiert, und dies nicht nur in fertigen Exponaten. Auch das ganze Umfeld, die Entstehungsphasen, das Werkzeug usw. kann man hier bewundern. Und das Besondere daran: Sie können viele Ausstellungsstücke, im wahrsten Sinne des Wortes be-greifen, anfassen, bewegen, fühlen und mit dem Gefühl nach Hause gehen: "Ich habe hier einen wichtigen Bestandteil der Tradition von Deutschlands dichtester Kulturlandschaft begriffen!" Natürlich können Sie auf Scharfenstein auch Erzgebirgsfiguren kaufen, Kunsthandwerken bei der Arbeit zusehen, in der Burgschänke Speis und Trank genießen, auf dem Aussichtsturm die reizvolle Umgebung auf sich wirken lassen.Sie werden sich von einer modern gestalteten und trotzdem besinnlichen "Erlebnisburg" verabschieden, mit dem Wunsch, wiederzukommen! Zur Geschichte: 1349/50 -Erste urkundliche Erwähnung im Lehnbuch Friedrichs des Strengen, als markgräfliches Lehen in den Händen des Johann von Waldenburg 1372 -Erste direkte Erwähnung einer Burg 1439 -Verkauf an den Münzmeister von Freiberg, Liborius von Senftleben, danach mehrere Besitzer 1492 -Die Burg geht an Heinrich von Einsiedel über MITTE 16.JH. -Gründliche Erneuerung der Anlage unter Heinrich Abraham von Einsiedel; Gesellschaftsräume, Kirchen- und Witwenflügel, das Torhaus entstehen Im 17. JH. -Umbau der Burg, Allianzwappen von Einsiedel und Ponickau am südöstlichen Portal 1762 -K. Stülpner, der "Rebell des Erzgebirges" in Scharfenstein geboren 1921 -Erhebliche Zerstörungen durch Feuerbrunst 1921 - 1923 -Unter Leitung des Baumeisters Prof. B. Ebhardt Wiederaufbau der gesamten Anlage in alter Form 1931 -Versteigerung des Familienbesitzes, Erwerb durch den Apotheker und Pharmazeutik- Fabrikanten F. Eulitz 1939 - 1945 -Aufbewahrungsort für Dresdner Kunstschätze 1945 -Enteignung im Zuge der Bodenreform, später Bergschule der "Wismut", Kinderheim und Jugendwerkhof 1993 -Der Freistaat Sachsen übernimmt die Burg und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich 1995 -Eröffnung des "Erzgebirgschen Weihnachts- und Spielzeugmuseums", Herstellung und Verkauf von erzgebirgischem Kunsthandwerk
erzgebirge,Burg Scharfenstein,Scharfenstein,Informationen zu diesem Artikel:
Redakteur: Tino Bellmann Erstellt: 22.10.2007
|
|